Donnerstag, 28. Juli 2011

DISCOUNT - eine Idylle in fünf Strophen

Die Tochter brüllt, 
die Mutter schreit.
Bei REWE.


Die Tochter stampft,
Die Mutter schimpft:
"ARSCHLOCH."


Der Sohn, er weint 
er wird genannt
NIKOLAUS.


Sein Laufrad liegt 
am Bordstein, tot.
"AUFHEBEN!!"


Ein Weiser kommt
und gibt den Rat:
"ABTREIBEN!"


Hansjörg Stella

Dienstag, 26. Juli 2011

Vanitas

Indeed,
wer sieht
den Tod schon kommen?

Halt, leis!
Ich weiß:
grad hab ich ihn ver

Claus Caraut

Montag, 18. Juli 2011

Zusammenfassung

Der Peter, der Peter,
erst sitzt er, dann steht er,
dann liegt er, dann steif.
- Der Sörkel of Leif -

Claus Caraut

Sonntag, 3. Juli 2011

Ein Lehrstück


Ich darf mich nicht grämen,
Ich soll mich nicht schämen.
Denn so was gibt es nicht
Bei einem handwerklich einwandfreien Gedicht.

So Worte wie Liebe
Die wo ein Depp nur folgen lässt auf das Wort Triebe.
Oder wenn man hernimmt das Wort lassen.
Da reimt jeder doofe Pseudo-Poet mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit drauf hassen.

Oder das Wort Wurst.
Da drauf reimen diese Leute immer, aber auch immer, Durst.
Im Gegensatz zu dem Wort Sushi,
Im seltensten Fall schreit der, mit dem du grad sprichst Muschi(, sondern vielleichtDuschi, oder so).

Doch ich werd das niemals tun.
Sondern ich werd einfach niemals ruhn,
Einen guten Reim zu finden
Und damit jede Zeile zu verbinden.

Halt verbinden, nicht wie ein Arzt das macht,
Jetzt hätt ich fast schon wieder was falsch gemacht.
Oh, macht - gemacht, da hab ich zwei mal das gleiche Wort genommen,
Und hab wohl die Gedichtschreiberei nicht ernst genommen.

Doch trotzdem sag ich den Möchtegern-Wolfgang-Goethen:
Ihr gehört, find ich, zu den ganz blöthen.
Wenn ihr so weiter doof reimt, mach ich euch tot.
Es scheint, als dichtet heute jeder Idjoth.
Hansjörg Stella