Dienstag, 29. November 2011

Der Cholehrer

Manche Klassen sind so kacke,
kacke wie ein Hundeschiss.
„Kacke Klassen“ nennt man diese,
quasi so als Kompromiss.

Schüler aus den kacken Klassen
Kriegen niemals einen Job.
Kacke Schüler wolln auch keinen.
Frag sie doch mal! Pah, als ob!

Kacke Schüler ruhen sich auf
Ihren faulen Ärschen aus.
Kacke Ärsche, kacke Schüler,
Kacke Klassen, ALLES RAUS!

Montag, 28. November 2011

Umschulung

Der Hölderlin war schizophren,
Busch Wilhelm depressiv.
Den Trakl trieb die Drogensucht,
Selbst Hoffmann soff aktiv.

Franz Kafka plagte TBC,
Brechts Herz tat ihn vernichten,
der Hesse litt an Leukämie.
Besser, ich lass das dichten.

Claus Caraut

Ein WÜ-nachtsgedicht

Wenn Tannenbäume weiß (1) schon sind,
Gesichter nicht mehr ernst (2),
da lass ich sechse ziebertz (3) sein
das ist‘s, was du hier lernst.

Bald Roesser (4) durch die Straßen gehn,
Ein Kalb trabt heim (5) nach Aalen
Ein Rechen macht (6) die Treppe schön.
Stuf lässt er (7) neu erstrahlen

Hein, Inge (8) ham schon Fisch geholt
In der Markthalle, Mann (9).
Ein orginaler Meuffelsbarsch (10)
Ein Profi weiß halt, wann.

Im Ofen bründelts (11) Feuer schon
Ich schmitz (12) so vor mich hin
Die Burk hat (13) morgen leider zu,
da geh mer német (14) hin.

Und abends Dick&Dünzl (15) da
Geben sich Gschenke her
Amboss und sogar Hammer (16) gibt’s.
Doch die mag Klaus nit sehr (17).

Claus Caraut




Legende:


(1) Prof. Dr. Weiß, Wolfgang (Professur für Fränkische Kirchengeschichte und Kirchengeschichte der Neuesten Zeit)
(2) Prof. Dr. Ernst, Stephan (Lehrstuhl für Moraltheologie)
(3) Prof. DDr. Ziebertz, Hans-Georg (Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts)
(4) Prof. Dr. Dr. Droesser, Gerhard (Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaft)
(5) Dr. Kalbheim, Boris (Wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Religionspädagogik)
(6) Prof. Dr. Rechenmacher, Johann (Professur für Biblische Einleitung und biblische Hilfswissenschaften)
(7) Prof. Dr. Stuflesser, Martin (Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft)
(8) Prof. Dr. Heininger, Bernhard (Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese)
(9) Prof. Dr. Hallermann, Heribert (Lehrstuhl für Kirchenrecht)
(10) Prof. Dr. Meuffels, Otmar (Lehrstuhl für Dogmatik)
(11) Prof. Dr. Bründl, Jürgen (Lehrstuhl für Dogmatik)
(12) Prof. Dr. Schmitz, Barbara (Lehrstuhl für Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen)
(13) Prof. Dr. Burkard, Dominik (Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit)
(14) DDr. Németh, Thomas (Lehrstuhl für Ostkirchengeschichte und Ökumenische Theologie)
(15) Prof. Dr. Dünzl, Franz (Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Altertums, christliche Archäologie und Patrologie)
(16) Prof. Dr. Garhammer, Erich (Lehrstuhl für Pastoraltheologie)
(17) Prof. Dr. Klausnitzer, Wolfgang (Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft)

Samstag, 26. November 2011

Kviðuháttr

Am Anfang
aber sagte
Gott bei sich:
"Grundgütiger!
Ich hab kein
Ipod gemacht.
Wie Robbie
Williams hören?"

Clás Gulrót Cjaráð

Donnerstag, 24. November 2011

Geburtstagsgedicht

Zum Geburtstag wünsche ich
Dir ein Pony, ne, passt nich...
Hm, zwei Pony oder vier -
Ganz egal - das wünsch ich Dir!


Claus Caraut

Montag, 21. November 2011

Souschl (Zweigenerationen-Gedicht)

Wenn man der Welt was sagen will,
so gibts nur ein paar Wege:
Die Brieftauben sind lang schon tot,
Rauchzeichen auch, seit Rauchverbot.
Dafür gibt es Belege!

Doch wie gibts heut der Mensch von sich,
wenn er will informieren?
Ein Postbote, der hebt nicht schwer,
denn Briefe schreibt auch keiner mehr.
Wer würd telegraphieren?

Nein, heute gibts das Internet,
mit seinen vielen Seiten.
Wer Facebook, Twitter, Xing nicht kennt,
und immer noch zum Postamt rennt,
muss auswandern beizeiten.

Claus Caraut


Es folgt:

DIE TWITTERGERECHTE-VERSION DES OBIGEN GEDICHTS

(für Großansicht Bild anklicken)

Dienstag, 15. November 2011

Wechselstrom

anausanausanausanausanausanausanausanaus
schlechtgutschlechtgutschlechtgutschlechtguts
sonneregen                 nsonneregensonneregenso
splusmi          sminu         minusplusminusplusmi
kstark        achstarksch          tarkschwa      chstark
obenu    enobenuntenobe        enoben     enobenu
armreicharmreicharmreicha        re        reicharm
tagnachttagnachttagnachttagn           gnachttagn
schwarzweißschwarzweißschwarzweißschwar
krankgesundkrankgesundkrankgesundkrankge

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Ist alles eitel?

Der kleine Herbert hat ne schlimme Phase:
die Haut, sie wuchert und ist voller Schmalz.
"Doch richtig spannend", sagt er, "ist es drunter:
Is alles Eiter und schmeckt voll nach Salz."

Der Bauer hat ein großes Grind am Schenkel
es juckt ihn sehr und drum kratzt er es ab.
Da fließt die Soße, runter bis zum Senkel.
"Is alles Eiter", sagt der Bauer knapp.

Von Zypern bis Angola ist es ähnlich
Mit Krankheiten. Ist alles anatomisch
Identisch. Von der Sohle bis zum Scheitel.

Es ist egal ob weiblich oder männlich.
Aber in China hält es sich ein bisschen komisch:
Dort sagt man fürderhin „Ist alles Eitel!“

Claus Caraut

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Akrostichon

Chaotisch heißt auch kreuz und quer.
Lang hab ich meinen Penis schon.
Als Schreiberling zieh ich umher
Und komm vielleicht auch mal nach Bonn.
Schon sind vier Verse wieder rum.

Cholerisch ist mein Bruder nicht
Auch ist er weder krank noch dumm.
Rindsfleisch gilt als sein Leibgericht.
Auf Arbeit, wenn er Kisten schiebt
Und zieht, da ist er selten dicht.
Terrier sind oft sehr beliebt.

Claus Caraut

Montag, 17. Oktober 2011

Datum dat

Reichtum reicht
Siechtum siecht
Seichtum seicht
Riechtum riecht

Papsttum papst
Funkturm funkt
Bistum bist
Punktum .

Claus Caraut

Montag, 3. Oktober 2011

Fischflirt

Es sagte sich der Kabeljau:
"Ich hätt so gerne eine Frau."
Er ging zu der Forelle dann
Und fragte: "Heißes Fischchen, wann,

Mein hübsches Kind, ich frage dich,
kann einmal mit dir paarn ich mich?"
Sie sagte zu ihm "Halt den Rand!
Du Depp, wir sind nicht artverwandt!"

Claus Caraut

Montag, 29. August 2011

Der Narzisst (sic!)



Du, Liebe meines Lebens, Du,
wie geht's? Was machst Du so?
Ich selbst sitz grad so rum und tu
sonst nichts. Du fragst? Wieso?

Ach, so, weil ICH DICH fragte, ja.
Das gibt natürlich Sinn.
Wobei, jetzt ist die Frage nur:
Wo führt denn das jetzt hin,

wenn Du mich NICHT fragst und ich sag
"Ich selbst sitz grad so rum
und tu sonst nichts.", ist das nicht stark?
So komm ich um Dich rum!

Und, Liebe meines Lebens, das
ist, was ich so begehr:
Ne Liebe ohne Liebste, das
ist revolutionär!

Claus Caraut

Donnerstag, 28. Juli 2011

DISCOUNT - eine Idylle in fünf Strophen

Die Tochter brüllt, 
die Mutter schreit.
Bei REWE.


Die Tochter stampft,
Die Mutter schimpft:
"ARSCHLOCH."


Der Sohn, er weint 
er wird genannt
NIKOLAUS.


Sein Laufrad liegt 
am Bordstein, tot.
"AUFHEBEN!!"


Ein Weiser kommt
und gibt den Rat:
"ABTREIBEN!"


Hansjörg Stella

Dienstag, 26. Juli 2011

Vanitas

Indeed,
wer sieht
den Tod schon kommen?

Halt, leis!
Ich weiß:
grad hab ich ihn ver

Claus Caraut

Montag, 18. Juli 2011

Zusammenfassung

Der Peter, der Peter,
erst sitzt er, dann steht er,
dann liegt er, dann steif.
- Der Sörkel of Leif -

Claus Caraut

Mittwoch, 15. Juni 2011

Zyklus "Die Dämonen"


#1 Aphasia - der Dämon der Wortfindungsstörung

Der Tag beginnt mit Hahneszeugs
und nimmt dann seinen Lauf.
Dann isst du dann dein Früh-Ess, denn
dann bist du super drauf.

Dann fährst du mit dem Omnibums
zu deiner Arbeitsstell
und fängst dann gleich mit Jobmach an
so lange, bis dann grell

die Pausenglocke glockt, denn nun
kannst du schnell essen gehn.
Zum Esshaus oder zu Mäc Doof
oder zum Restorehn.

Dann musst du weiter schaffen, denn
das Geld kommt nicht allein
gekommt da, auf dein Bank-Abteil.
Du musst es dir verdein.

Am Abend gehst du dann zum Haus,
zu dem da, wo deins ist.
Und sitzt im Sessel und trinkst Biers.
Und Chips und Schoko frisst.

Um elf machst du den Fernseh aus
mit deiner Fernbedings.
Und ziehst den Pyjamottel an
und schläfst bis Weckerklings.


Claus Caraut

Mittwoch, 8. Juni 2011

Struwwelpetriaden

(frei nach Dr. H. Hofmann)
 

Der Friederich gern Tiere haut,
Paulinchen hat sich totgebrannt,
der Terror der drei Nazijungs
durch schwarze Tinte wird verbannt.

Der Jäger wird vom Has gejagt
und Konrad muss zwei Daumen lassen.
Der Suppen-Kaspar hat gesagt,
das Essen würde ihm nicht passen.

Der Philipp zappelt im Akkord,
der Hanns fällt in den Fluss,
der Robert fliegt dann sogleich fort.
So find' das Buch sein' Schluss.

Claus Caraut

Donnerstag, 2. Juni 2011

xaxa xbxb xcxc xoxo

jetzt liegt sie auf dem teller
und läuft und läuft und läuft
die platte die im febru-
ar hab ich schon gekäuft

sie ist von der kapelle
mit wunderbarem namen:
radiokopf nennen sich
diese fünf wundersamen.

die musik, die sie spielen
singt vom könig der glieder.
die durchsichtige platte
hör ich nun immer wieder

da, plötzlich, bricht ein monster
glatt in mein zimmer ein,
zermampft den plattenspieler
und lässt mich dann allein.

Claus Caraut

Mittwoch, 1. Juni 2011

Die Sirenen

Die Liebe ist ein listig Ding:
sie bohrt und brennt und sticht.
Drum sag ich dir, mein guter Freund:
vertrau der Liebe nicht.

Die Freude ist ein kleines Stück
vom Kuchen allen Glücks.
Doch wenn du ihr dich hingibst, dann
mordet sie hinterrücks.

Die Hoffnung macht die Nacht zum Tag
und lässt dich jubiliern.
Sie ist nur da, um all dein Leid
zur Scheinwelt zu maskieren.

Ja, Freude, Liebe, Hoffnung auch,
das sind drei edle Damen.
Doch wenn du dich auf sie verlässt,
ist's aus mit dir. Schluss, Amen.

Claus Caraut