Samstag, 31. Dezember 2011

Der große Jahresrückblick!! TOTAL MIT ALLES DRIN!

Zweitausendelf macht heute Schluss,
ein Jahr geht nun zu End.
Ein Jährchen voller dies und das
und Streit im Parlament.

Ein bisschen Krieg war auch dabei,
denn ohne Krieg wär fad.
Die Wirtschaft hat gekriselt auch,
das find't der Plebs apart.

Selbst starben große Promis gar,
das Volk versank im Gram.
Die Politik hat sich blamiert,
der Bürger lacht infam.

Der Adel, der hat sich getraut,
die BILD schreibt: "Was ein Traum!"
Was wirklich in der Welt passiert,
kümmert den Menschen kaum.

Claus Caraut

Samstag, 24. Dezember 2011

Adventskalauer (24/24)

Das Christkind hat sich hergesellt
und bringt euch frohe Kund:
"Ihr Menschen, freut Euch allesamt.
tot: Jopi. Christus gsund!"

Claus Caraut

Freitag, 23. Dezember 2011

Adventskalauer (23/24)

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,
erst eins, dann zwei, dann drei.
Und wer dann den Kalender kennt,
hat morgen quasi frei.

Claus Caraut

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Adventskalauer (22/24)

Die Mayas habens schon gewusst:
"Das Dasein ist finit."
Drum bleibt ein Jahr uns Menschen noch.
Wer weiß, was dann geschieht.

Claus Caraut

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Adventskalauer (21/24)

Das Kabel-Eins-Adventsprogramm,
ist einfach nur gestört:
der Kevin Costner saves die Welt!
und Sissi Rammstein hört.

Claus Caraut

Dienstag, 20. Dezember 2011

Adventskalauer (20/24)

Und als der Herr das All erschuf,
da tat ers mit Boson.
Das wolln sie jetzt im CERN-Labor
mit aller Gewalt klon'.

Claus Caraut

Montag, 19. Dezember 2011

Adventskalauer (19/24)

Korea ist ein schönes Land,
voll Mord und wenig Brot.
Denn erstens: Hungern muss das Volk.
Und zwei: Kim Jong ist tot.

Claus Caraut

Sonntag, 18. Dezember 2011

Adventskalauer (18/24)

Die letzte Woche vor dem Fest
beginnt ambivalent:
der Club macht Leverkusen platt,
Tschechien hingegen flennt.

Claus Caraut

Samstag, 17. Dezember 2011

Adventskalauer (17/24)

Genug jetzt mit der Politik,
heut schaun wir ins TeVau:
Im Bayrischen kommt Schiwago
mit Omar S., der Sau.

Claus Caraut

Freitag, 16. Dezember 2011

Adventskalauer (16/24)

Ein Außenspiegel ist ein Ding,
das selten sich verschleißt,
das heißt, naja, das kommt drauf an,
nur, wenn man Döring heißt.

Claus Caraut

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Adventskalauer (15/24)

Frankfurt ist CDU-regiert
Tagein tagaus tagein.
Drum geht ein Schrei durch DIE PARTEI:
Wir wollen Schmidt statt Rhein.

Claus Caraut

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Adventskalauer (14/24)

Der Christian Wulff hat Geld gemopst,
Von Andrer Gut und Hab.
Doch Lindner, FDP sei Dank,
Lenkt schnell die Presse ab.

Claus Caraut

Dienstag, 13. Dezember 2011

Adventskalauer (13/24)

Iraner sind ein schlaues Volk
und schießen alles ab,
was sich über ihr Land bewegt,
selbst Baracks Papp-Attrapp.

Claus Caraut

Montag, 12. Dezember 2011

Adventskalauer (12/24)

Der Gutti hat nen neuen Job
und schützt das Netz vor Stuss.
Wenn er sich gut genug anstellt,
ist hier schon morgen Schluss.

Claus Caraut

Sonntag, 11. Dezember 2011

Adventskalauer (11/24)

"Gaudete!" schallt es von der Burg.
"Gaudete!" - "Freut Euch sehr!"
Freut Euch im Herren allezeit:
Die Bahn kostet jetzt mehr!

Claus Caraut

Samstag, 10. Dezember 2011

Adventskalauer (10/24)

In Russland wurde abgestimmt,
"Putin да oder нет?"
Die meisten haben да gesagt.
Demokratie ist fett!

Claus Caraut

Freitag, 9. Dezember 2011

Adventskalauer (9/24)

Als König David Herrscher ward,
da war ihm nicht bekannt:
"wea bei EU nich mitspihln wil,
dea is n dofes lant."

Claus Caraut

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Adventskalauer (8/24)

Wenn Post kommt, ist ein jeder froh,
Post heißt: ich denk an Dich!
"Doch heut", sagt Josef Ackermann,
"ist Post ein Kreuz für mich."

Claus Caraut

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Adventskalauer (7/24)

Ja, eine Woche reim ich schon,
das habt ihr nicht gedacht.
Ihr sagt: "Der Anfang war scho nix,
wie wird dann erst Tag acht?"

Claus Caraut

Dienstag, 6. Dezember 2011

Adventskalauer (6/24)

Der Niklaus fragt: "Wart ihr schön brav?
Und spart schön euer Geld?
Dann hab ich hier etwas für Euch:
Den Sheaffer Legacy Heritage Sterlingsilber Füllfederhalter für 595,00€ unverbindliche Preisempfehlung, vom manufactum-Katalog, den lest ihr doch so gern, ihr kleinen Monster, noch ne frohe Adventszeit!!"

Claus Caraut

Montag, 5. Dezember 2011

Adventskalauer (5/24)

Bond kennt man als Geheimagent,
Bond is so cool wie Sau.
Drum wunder ich mich: Euro-Bonds
hält niemand für sehr schlau.

Claus Caraut

Sonntag, 4. Dezember 2011

Adventskalauer (4/24)

Der dürrste Winter seit jeher,
der bringt es prompt ans Licht:
Bomben zu bauen, das bringts sehr.
Sie zu versenken, nicht.

Claus Caraut

Samstag, 3. Dezember 2011

Adventskalauer (3/24)

Der Dritte Zwölfte ist verplant:
das letzte "Wetten, dass...?"
mit Gottschalk ätzt durch Wohnzimmer.
Der Laie findets krass.

Claus Caraut

Freitag, 2. Dezember 2011

Adventskalauer (2/24)

Der Zweite Zember bringt uns Hitz.
Die Sonne lässt er brennen
Die Weinhaus bringt ihr Album raus.
Ein guter Tag zum Flennen.

Claus Caraut

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Adventskalauer (1/24)

Das Jahr hat sich zum End geneigt,
bald schließt Zweitausendelf.
Der Nikoclaus hilft Euch hinaus
quasi Do-it-yourself.

Claus Caraut

Dienstag, 29. November 2011

Der Cholehrer

Manche Klassen sind so kacke,
kacke wie ein Hundeschiss.
„Kacke Klassen“ nennt man diese,
quasi so als Kompromiss.

Schüler aus den kacken Klassen
Kriegen niemals einen Job.
Kacke Schüler wolln auch keinen.
Frag sie doch mal! Pah, als ob!

Kacke Schüler ruhen sich auf
Ihren faulen Ärschen aus.
Kacke Ärsche, kacke Schüler,
Kacke Klassen, ALLES RAUS!

Montag, 28. November 2011

Umschulung

Der Hölderlin war schizophren,
Busch Wilhelm depressiv.
Den Trakl trieb die Drogensucht,
Selbst Hoffmann soff aktiv.

Franz Kafka plagte TBC,
Brechts Herz tat ihn vernichten,
der Hesse litt an Leukämie.
Besser, ich lass das dichten.

Claus Caraut

Ein WÜ-nachtsgedicht

Wenn Tannenbäume weiß (1) schon sind,
Gesichter nicht mehr ernst (2),
da lass ich sechse ziebertz (3) sein
das ist‘s, was du hier lernst.

Bald Roesser (4) durch die Straßen gehn,
Ein Kalb trabt heim (5) nach Aalen
Ein Rechen macht (6) die Treppe schön.
Stuf lässt er (7) neu erstrahlen

Hein, Inge (8) ham schon Fisch geholt
In der Markthalle, Mann (9).
Ein orginaler Meuffelsbarsch (10)
Ein Profi weiß halt, wann.

Im Ofen bründelts (11) Feuer schon
Ich schmitz (12) so vor mich hin
Die Burk hat (13) morgen leider zu,
da geh mer német (14) hin.

Und abends Dick&Dünzl (15) da
Geben sich Gschenke her
Amboss und sogar Hammer (16) gibt’s.
Doch die mag Klaus nit sehr (17).

Claus Caraut




Legende:


(1) Prof. Dr. Weiß, Wolfgang (Professur für Fränkische Kirchengeschichte und Kirchengeschichte der Neuesten Zeit)
(2) Prof. Dr. Ernst, Stephan (Lehrstuhl für Moraltheologie)
(3) Prof. DDr. Ziebertz, Hans-Georg (Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts)
(4) Prof. Dr. Dr. Droesser, Gerhard (Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaft)
(5) Dr. Kalbheim, Boris (Wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Religionspädagogik)
(6) Prof. Dr. Rechenmacher, Johann (Professur für Biblische Einleitung und biblische Hilfswissenschaften)
(7) Prof. Dr. Stuflesser, Martin (Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft)
(8) Prof. Dr. Heininger, Bernhard (Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese)
(9) Prof. Dr. Hallermann, Heribert (Lehrstuhl für Kirchenrecht)
(10) Prof. Dr. Meuffels, Otmar (Lehrstuhl für Dogmatik)
(11) Prof. Dr. Bründl, Jürgen (Lehrstuhl für Dogmatik)
(12) Prof. Dr. Schmitz, Barbara (Lehrstuhl für Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen)
(13) Prof. Dr. Burkard, Dominik (Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit)
(14) DDr. Németh, Thomas (Lehrstuhl für Ostkirchengeschichte und Ökumenische Theologie)
(15) Prof. Dr. Dünzl, Franz (Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Altertums, christliche Archäologie und Patrologie)
(16) Prof. Dr. Garhammer, Erich (Lehrstuhl für Pastoraltheologie)
(17) Prof. Dr. Klausnitzer, Wolfgang (Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft)

Samstag, 26. November 2011

Kviðuháttr

Am Anfang
aber sagte
Gott bei sich:
"Grundgütiger!
Ich hab kein
Ipod gemacht.
Wie Robbie
Williams hören?"

Clás Gulrót Cjaráð

Sterbst

Der Sommer hat die längste Zeit regiert
und hat die Oberhand schon lang verlorn.
Die Welt wird nächstes Jahr erst neu geborn.
Jetzt sehen wir, wie sie ihr Grün verliert.

Der Herbst nimmt mehr und mehr sich von der Erde
und frisst das Leben aus den vollen Wiesen
die Früchte faulen und die Bäume gießen
die Laubflut auf die Rücken alter Pferde.

Das Land steht still und kalt und braun und stumm
aufgrund der Trauer um den sichren Tod.
Die Würmer graben sich durch wildes Rot
des Herbstes. Und sie sterben, um und um.

Claus Caraut

Freitag, 25. November 2011

Leviathan

Die Tiefen der See
vor Ären erbaut
sie strotzen vor Gier.

Die Tiefen der See
von keinem geschaut
enthalten ein Tier.

Die Tiefen der See
vor denen mir graut
sie flüstern zu mir.

Claus Caraut

Donnerstag, 24. November 2011

Geburtstagsgedicht

Zum Geburtstag wünsche ich
Dir ein Pony, ne, passt nich...
Hm, zwei Pony oder vier -
Ganz egal - das wünsch ich Dir!


Claus Caraut

Montag, 21. November 2011

Souschl (Zweigenerationen-Gedicht)

Wenn man der Welt was sagen will,
so gibts nur ein paar Wege:
Die Brieftauben sind lang schon tot,
Rauchzeichen auch, seit Rauchverbot.
Dafür gibt es Belege!

Doch wie gibts heut der Mensch von sich,
wenn er will informieren?
Ein Postbote, der hebt nicht schwer,
denn Briefe schreibt auch keiner mehr.
Wer würd telegraphieren?

Nein, heute gibts das Internet,
mit seinen vielen Seiten.
Wer Facebook, Twitter, Xing nicht kennt,
und immer noch zum Postamt rennt,
muss auswandern beizeiten.

Claus Caraut


Es folgt:

DIE TWITTERGERECHTE-VERSION DES OBIGEN GEDICHTS

(für Großansicht Bild anklicken)

Sonntag, 20. November 2011

Bei Familie K. daheim. Ein Couplet

1. In einer kleinen Vorstadt
da steht ein kleines Haus.
Es steht nur da und wackelt.
Drum sieht's bedrohlich aus.

2. Wir nähern uns dem Häuschen
und sehn das Klingelschild:
da auf dem Schild steht "Kuhstall".
Drum wackelt es wie wild.

3. Der Finger saust hernieder
und drückt die Klingel rein.
Da brüllt was aus dem Häuschen:
"HALLO, BIST DU ES, SCHWEIN?"

4. Ein Viech öffnet die Türe,
nicht Mensch und auch nicht Tier,
es ist halb Kuh, halb Raucher.
"MUH, WOLLEN SIE ZU MIR?"

5. Das Rind zeigt uns die Wohnung:
"HIER IST DAS, WO ICH WOHN!
DA FUTTERTROG, DA CARPORT
UND DAS DA IST MEIN SOHN!

6. ICH MEIN NATÜRLICH TOCHTER,
DA TU ICH MICH SO SCHWER!
DAS BALG IST NUR AM SCHREIEN,
VON WEM HATS DAS NUR HER?"

7. Wir rümpfen nur die Nase
und machen schnellstens kehrtz.
Am Heimweg schaun wir aber
vorbei noch beim Ziegertz.

Dienstag, 15. November 2011

Wechselstrom

anausanausanausanausanausanausanausanaus
schlechtgutschlechtgutschlechtgutschlechtguts
sonneregen                 nsonneregensonneregenso
splusmi          sminu         minusplusminusplusmi
kstark        achstarksch          tarkschwa      chstark
obenu    enobenuntenobe        enoben     enobenu
armreicharmreicharmreicha        re        reicharm
tagnachttagnachttagnachttagn           gnachttagn
schwarzweißschwarzweißschwarzweißschwar
krankgesundkrankgesundkrankgesundkrankge

Sonntag, 13. November 2011

Der verhängnisvolle Facebook-Wurm "£250 Topshop/Topman Giftcard – FREE"

Die Lena ist so aufgeregt
und klickt gleich alles an,
was sich über den Screen bewegt,
das weiß ein armer Mann.

Der arme Mann denkt: “What the Heck!
Ich werde blitzschnell reich
und bastle einen Werbegag
und schick ihn Lena gleich.

Der Gag heißt “2-5-0 mal Pfund,
du kriegen, wenn du Klicks.”
Und Elle machts, sie klickt. Ja und?
Der reiche Mann lacht: “Nix!”

Claus Caraut

P.S.: Beileidsbekundungen können hier getätigt werden: http://herwoollythoughts.wordpress.com/

Freitag, 11. November 2011

Ein Sankt-Martinslied für alle Bundesfinanzminister

Saaankt Wolfgang, Sahankt Wolfgang,
Sahankt Wolfgang fuhr durch Schnee und Wind
sein Rollstuhl trug ihn fort geschwind.
Sankt Wolfgang fuhr mit leichtem Mut
sein Gehaltsscheck wärmt ihn warm und gut.

Im Schnee saß, ihim Schneee saß,
ihim Schnee, da saß ein armer Mann.
Hat Kleider nicht, hat Lumpen an.
"Oh hilf mir doch in meiner Not,
sonst sterb ich noch den HartzIV-Tod."

Saaankt Wolfgang, Sahankt Wolfgang,
Sahankt Wolfgang haut die Bremse rein.
Der Stuhl steht still beim armen Schwein.
Sankt Wolfgang mit dem Schwerte macht
ein Loch in den armen Mann und lacht.

Saaankt Wolfgang, Sahankt Wolfgang,
Sahankt Wolfgang gibt ihm dann den Rest,
weil er Arme nicht leben lässt.
Sankt Wolfgang später fuhr sogar
noch in den Puff von Sansibar.

Claus Caraut

Mittwoch, 9. November 2011

Im Bett mit Iron Maiden (multimediales Gedicht*)

(*dieses Gedicht steht im engen Verbund mit folgendem Musikstück und kann nur mit diesem funktionieren. Bitte befolgen Sie die Anweisungen, ohne unbequeme Fragen zu stellen:

1. Stellen Sie dieses Musikstück an
Pissed Jeans - False Jesii Part 2 by subpop

2. Lesen Sie sich das Gedicht laut vor. Versuchen Sie dabei bitte, so guttural wie nur möglich zu artikulieren. Nehmen Sie sich ein Vorbild bei Sängern wie Johan Hegg (Amon Amarth) oder eben, wenn es nicht anders geht, Till Lindemann (Rammstein). Danke!


Und los - Hier das Gedicht:

Schwerer Atem, Nackte Leiber,
Blutgeruch am Decolleté,
Dunkler Herrscher, mach so weiter
und lutsch mir den großen Zeh.

[hier genug Zeit für ein Zwischenspiel lassen
fakultativ die Augen wie besessen verdrehen]

Gib mir das, was ich verdiene,
lass mich deine Sklavin sein.
Bring die schwarzbärtige Ziege
sie ist groß, denn ich bin klein.

[hier könnte man, zum Beispiel eine Blutwurst essen,
so zur Einstimmung auf Strophe 3]


Jetzt beginnt der Hexenreigen,
Beelzebub, komm her zu mir.
Lilith spielt die Teufelsgeigen.
Wie... du kommst schon? Dacht ich mir :P

Claus Caraut

Samstag, 5. November 2011

Stadtnächte

Die Stimmung gegen zwei Uhr früh,
Die kann man so benennen:
Man lässt sich von der Stimmung ziehn
Und muss den Fahrplan kennen.

Die Stimmung gegen drei Uhr früh,
Die lässt sich schwer beschreiben:
Man fühlt sich so im Strom der Zeit
Und kann doch nicht lang bleiben.

Die Stimmung gegen vier Uhr früh,
Die ist ganz oft sehr ähnlich:
Man sucht noch seinen Kram zusamm,
Da ist die Bahn weg. Dämlich.

Claus Caraut

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Ist alles eitel?

Der kleine Herbert hat ne schlimme Phase:
die Haut, sie wuchert und ist voller Schmalz.
"Doch richtig spannend", sagt er, "ist es drunter:
Is alles Eiter und schmeckt voll nach Salz."

Der Bauer hat ein großes Grind am Schenkel
es juckt ihn sehr und drum kratzt er es ab.
Da fließt die Soße, runter bis zum Senkel.
"Is alles Eiter", sagt der Bauer knapp.

Von Zypern bis Angola ist es ähnlich
Mit Krankheiten. Ist alles anatomisch
Identisch. Von der Sohle bis zum Scheitel.

Es ist egal ob weiblich oder männlich.
Aber in China hält es sich ein bisschen komisch:
Dort sagt man fürderhin „Ist alles Eitel!“

Claus Caraut

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Akrostichon

Chaotisch heißt auch kreuz und quer.
Lang hab ich meinen Penis schon.
Als Schreiberling zieh ich umher
Und komm vielleicht auch mal nach Bonn.
Schon sind vier Verse wieder rum.

Cholerisch ist mein Bruder nicht
Auch ist er weder krank noch dumm.
Rindsfleisch gilt als sein Leibgericht.
Auf Arbeit, wenn er Kisten schiebt
Und zieht, da ist er selten dicht.
Terrier sind oft sehr beliebt.

Claus Caraut

Freitag, 21. Oktober 2011

Ich [Konjunktiv einfügen] gern

Ich wär gern so reich wie Gates Bill,
Nen Arsch aus Gold und stolz darauf
Ne Villa und Autos zuhauf.
Hier steht ein Fahrrad. Und das still.

Ich säh gern aus wie Owens Clive,
So kernig, so männlich, so wow.
Die Phantasie von Mann und Frau,
Doch dafür bin ich noch nicht reif.

Ich schrieb gern so wie Erhardts Heinz,
So schelmisch und so unbeschwert,
Gedichte, die man gerne hört.
Doch wie Erhardt war bisher keins.

Claus Caraut

Montag, 17. Oktober 2011

Datum dat

Reichtum reicht
Siechtum siecht
Seichtum seicht
Riechtum riecht

Papsttum papst
Funkturm funkt
Bistum bist
Punktum .

Claus Caraut

Montag, 3. Oktober 2011

Fischflirt

Es sagte sich der Kabeljau:
"Ich hätt so gerne eine Frau."
Er ging zu der Forelle dann
Und fragte: "Heißes Fischchen, wann,

Mein hübsches Kind, ich frage dich,
kann einmal mit dir paarn ich mich?"
Sie sagte zu ihm "Halt den Rand!
Du Depp, wir sind nicht artverwandt!"

Claus Caraut

Freitag, 30. September 2011

Der Optimist

Das Glück der Menschen ist so flüchtig,
so leicht wie eine Feder nur.
Und schnaufst du arg bei deiner Mühe
bleibt von dem Glück nicht eine Spur.

Du musst dich um dein Glück bemühen,
dich reinstemmen und dort bestehn.
Und nur in dieser Körperklemme
wirst du das Glück wohl wieder sehn.

Claus Caraut

Sonntag, 25. September 2011

Die Scchnapdsroslö

glauben, denken, hoffen
bumm bumm!
besoffen
liegen wir rum

hätt der alkol ned gseit
bumm bumm!
vielleit
wär mer ned dumm.

irgendwann optimalz
bumm bumm!
kanallts
und dann bring mer uns um!!

Claus Alcus Caraut

Donnerstag, 22. September 2011

Scheue Nöne Welt

Wie aufgelöst im Dunst ist diese Erde
In dichte Wolken sachte eingehüllt
Und stumm, wie eine tote Ziegenherde
Von seltsam kühler Einsamkeit erfüllt.

Die Welt hat sich, als wäre sie ein scheues,
Ein wildes Tier, im Nebel gut versteckt.
Und sprungbereit dort sitzend, auf ein Neues,
Dem Menschen so den Blick auf sich verdeckt.

Die weiße Decke macht den Mensch nicht schaudern.
Allein nur, was dahinter sich verbirgt,
Lässt einen vor dem nächsten Schritte zaudern.

Das, was der Vorhang, weiß wie Milch, bewirkt,
ist reine Angst und Angst in reinsten Formen.
Vor dem Natürlichen, für uns Abnormen.

Claus Caraut

Freitag, 16. September 2011

F.A.Z. - "Todesspagat mit Ghettoblaster"

Die CSU die ist für dich
und mich halt immer da.
Sie hilft, wo sie auch immer kann
und sagt zu allem "ja!".

Sie ist Partei für Jung und Alt
für Hässlich und für Schön.
Für Klein und Groß, für Dick und Dünn
wird die Partei einstehn.

Und drum muss sich die CSU
um Himmels Will'n verrenken,
wenn die Partei es schaffen will
uns allen Heil zu schenken:

sie streckt die Beine, hierhin, da,
das macht sie so apart.
Und diesen Klientelpartei
nennt das "Todesspagat".

Spagat zwischen dem Alt, dem Jung,
dem Laptop / dem Gebiss.
Dem Grammophon / Ghettoblaster.
Erfolg ist so gewiss!

Claus Caraut

Dienstag, 13. September 2011

Arbeitswoche of Death (incl. kapitalistischer Doktrin)

Montag:

Bis jetzt krieg ich noch alles hin.
(Im Arbeiten liegt stets Gewinn!)

Dienstag:

Wann war der vierte Juli gleich?
(Nach Arbeit ist man immer reich.)

Mittwoch:

Wann bin ich gleich nochmal geborn?
(Wer arbeitet hat nie verlorn!)

Donnerstag:

Chef, Chef, mein Dingsda tut mir Au!
(Ich sag zu täglich Arbeit "Wow!")

Freitag:

(Die Arbeit ist doch total stark!)
Gleich krieg ich einen Herzinfark...

t. Und die Moral von der Geschicht:
Man sorgt für Knete oder nicht.

Claus Caraut

Montag, 29. August 2011

Der Narzisst (sic!)



Du, Liebe meines Lebens, Du,
wie geht's? Was machst Du so?
Ich selbst sitz grad so rum und tu
sonst nichts. Du fragst? Wieso?

Ach, so, weil ICH DICH fragte, ja.
Das gibt natürlich Sinn.
Wobei, jetzt ist die Frage nur:
Wo führt denn das jetzt hin,

wenn Du mich NICHT fragst und ich sag
"Ich selbst sitz grad so rum
und tu sonst nichts.", ist das nicht stark?
So komm ich um Dich rum!

Und, Liebe meines Lebens, das
ist, was ich so begehr:
Ne Liebe ohne Liebste, das
ist revolutionär!

Claus Caraut

Mittwoch, 24. August 2011

Stellenanzeige

Das Hirn zu klein?
Der Pimmel auch?
Die Leber krank
und groß der Bauch?

Macht Hass dir Spaß?
Dann werd doch das:
Beamter bei
der Polizei.

Claus Caraut

Dienstag, 2. August 2011

Quintessenz

Der Mensch, der braucht nicht viel zum Glück:
nicht Auto, iPod, Haus.
Nicht Arbeitsplatz, nicht Tennisclub,
nicht Sendung mit der Maus.

Nicht Sommerurlaub, Saint-Tropez,
kein Reichtum und kein Geld
das Einzige, was wirklich zählt,
ist... aahhh, ich muss weg!!!11

HJ Stella & Étoile Brian

Donnerstag, 28. Juli 2011

DISCOUNT - eine Idylle in fünf Strophen

Die Tochter brüllt, 
die Mutter schreit.
Bei REWE.


Die Tochter stampft,
Die Mutter schimpft:
"ARSCHLOCH."


Der Sohn, er weint 
er wird genannt
NIKOLAUS.


Sein Laufrad liegt 
am Bordstein, tot.
"AUFHEBEN!!"


Ein Weiser kommt
und gibt den Rat:
"ABTREIBEN!"


Hansjörg Stella

Dienstag, 26. Juli 2011

Vanitas

Indeed,
wer sieht
den Tod schon kommen?

Halt, leis!
Ich weiß:
grad hab ich ihn ver

Claus Caraut

Montag, 18. Juli 2011

Zusammenfassung

Der Peter, der Peter,
erst sitzt er, dann steht er,
dann liegt er, dann steif.
- Der Sörkel of Leif -

Claus Caraut

Sonntag, 3. Juli 2011

Ein Lehrstück


Ich darf mich nicht grämen,
Ich soll mich nicht schämen.
Denn so was gibt es nicht
Bei einem handwerklich einwandfreien Gedicht.

So Worte wie Liebe
Die wo ein Depp nur folgen lässt auf das Wort Triebe.
Oder wenn man hernimmt das Wort lassen.
Da reimt jeder doofe Pseudo-Poet mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit drauf hassen.

Oder das Wort Wurst.
Da drauf reimen diese Leute immer, aber auch immer, Durst.
Im Gegensatz zu dem Wort Sushi,
Im seltensten Fall schreit der, mit dem du grad sprichst Muschi(, sondern vielleichtDuschi, oder so).

Doch ich werd das niemals tun.
Sondern ich werd einfach niemals ruhn,
Einen guten Reim zu finden
Und damit jede Zeile zu verbinden.

Halt verbinden, nicht wie ein Arzt das macht,
Jetzt hätt ich fast schon wieder was falsch gemacht.
Oh, macht - gemacht, da hab ich zwei mal das gleiche Wort genommen,
Und hab wohl die Gedichtschreiberei nicht ernst genommen.

Doch trotzdem sag ich den Möchtegern-Wolfgang-Goethen:
Ihr gehört, find ich, zu den ganz blöthen.
Wenn ihr so weiter doof reimt, mach ich euch tot.
Es scheint, als dichtet heute jeder Idjoth.
Hansjörg Stella

Mittwoch, 15. Juni 2011

Zyklus "Die Dämonen"


#1 Aphasia - der Dämon der Wortfindungsstörung

Der Tag beginnt mit Hahneszeugs
und nimmt dann seinen Lauf.
Dann isst du dann dein Früh-Ess, denn
dann bist du super drauf.

Dann fährst du mit dem Omnibums
zu deiner Arbeitsstell
und fängst dann gleich mit Jobmach an
so lange, bis dann grell

die Pausenglocke glockt, denn nun
kannst du schnell essen gehn.
Zum Esshaus oder zu Mäc Doof
oder zum Restorehn.

Dann musst du weiter schaffen, denn
das Geld kommt nicht allein
gekommt da, auf dein Bank-Abteil.
Du musst es dir verdein.

Am Abend gehst du dann zum Haus,
zu dem da, wo deins ist.
Und sitzt im Sessel und trinkst Biers.
Und Chips und Schoko frisst.

Um elf machst du den Fernseh aus
mit deiner Fernbedings.
Und ziehst den Pyjamottel an
und schläfst bis Weckerklings.


Claus Caraut

Mittwoch, 8. Juni 2011

Struwwelpetriaden

(frei nach Dr. H. Hofmann)
 

Der Friederich gern Tiere haut,
Paulinchen hat sich totgebrannt,
der Terror der drei Nazijungs
durch schwarze Tinte wird verbannt.

Der Jäger wird vom Has gejagt
und Konrad muss zwei Daumen lassen.
Der Suppen-Kaspar hat gesagt,
das Essen würde ihm nicht passen.

Der Philipp zappelt im Akkord,
der Hanns fällt in den Fluss,
der Robert fliegt dann sogleich fort.
So find' das Buch sein' Schluss.

Claus Caraut

Donnerstag, 2. Juni 2011

xaxa xbxb xcxc xoxo

jetzt liegt sie auf dem teller
und läuft und läuft und läuft
die platte die im febru-
ar hab ich schon gekäuft

sie ist von der kapelle
mit wunderbarem namen:
radiokopf nennen sich
diese fünf wundersamen.

die musik, die sie spielen
singt vom könig der glieder.
die durchsichtige platte
hör ich nun immer wieder

da, plötzlich, bricht ein monster
glatt in mein zimmer ein,
zermampft den plattenspieler
und lässt mich dann allein.

Claus Caraut

Mittwoch, 1. Juni 2011

Der Stammtischphilosoph

Der Freud sagt: "Alles kommt vom Schwanz."

Herr Kant sagt: "Häng dich rein."

Der Hegel sagt: "Sowohl als auch."

Und Nietzsche: "Gott ist klein."

 

Was wolln die feinen Herrn mir bringen?

In Sarg muss ich doch selber springen. 

Claus Caraut

Die Sirenen

Die Liebe ist ein listig Ding:
sie bohrt und brennt und sticht.
Drum sag ich dir, mein guter Freund:
vertrau der Liebe nicht.

Die Freude ist ein kleines Stück
vom Kuchen allen Glücks.
Doch wenn du ihr dich hingibst, dann
mordet sie hinterrücks.

Die Hoffnung macht die Nacht zum Tag
und lässt dich jubiliern.
Sie ist nur da, um all dein Leid
zur Scheinwelt zu maskieren.

Ja, Freude, Liebe, Hoffnung auch,
das sind drei edle Damen.
Doch wenn du dich auf sie verlässt,
ist's aus mit dir. Schluss, Amen.

Claus Caraut